Alltagsimpuls: Fülle des Sommers

  • 09.08.2026

Endlich Ferien! Sommer. Pause. Ich liebe den Sommer, blühende Rosen, Sonnenblumenfelder und den Duft von Lavendel in meinem Garten.
Überall summt und brummt es, Schmetterlinge tanzen durch die Luft und ich genieße die Sommerküche: Heidelbeeren, Himbeeren, Tomaten, Zucchini,
Rucola und dazu frische Kräuter.

Was für eine Fülle von Farben, Düften und Geschmäckern. Und wer gerade Urlaub macht, hat viel Zeit, den Reichtum
der Natur mit allen Sinnen zu genießen oder schöne Orte und kulturelle Schätze zu entdecken.

Ich durfte das alles im Juli schon in Frankreich erleben. Doch kaum waren wir zurückgekehrt, brachen in der Nähe
unseres Urlaubsortes die verheerenden Brände in den Wäldern vor Bordeaux aus. Auch in Spanien, Italien, Griechenland
und auch in Deutschland brennt es, weil dieser Sommer viel zu heiß und zu trocken in weiten Teilen Europas ist.

Der Klimawandel macht unserer Erde zu schaffen. Auch in meinem Garten ist er zu spüren: Weniger Schmetterlinge,
ein vertrockneter Rasen und braune Blätter an den Bäumen zeigen, wie sehr die Natur unter den Folgen der menschengemachten Erwärmung der Erde leidet.

Die Fülle an Leben, die Jesus uns mit der Monatslosung im August verspricht: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben
haben und es in Fülle haben.“ (Johannes 10,10); diese Fülle ist in Gefahr, wenn wir so weiterleben wie bisher.

Doch wenn wir uns besinnen und bewusster wahrnehmen, was uns alles in Fülle geschenkt ist, dann könnte dies uns
vielleicht bewegen, manche Gewohnheiten zu verändern. Die Verheißung Jesu will auch uns Mut machen, unsere Gaben in seinem Sinne für die Vielfalt von Leben einzusetzen.

Wir kennen und wissen inzwischen so viel über die Zusammenhänge und Auswirkungen von unserem Lebensstil auf die Natur und das Klima,
so dass es schon viele kluge Forschungsansätze und Entwicklungen gibt, die helfen können, die Fülle von Leben zu erhalten.
Denn auch das ist ein Gottesgeschenk an uns: die Fülle an Intelligenz in der Welt, vor allem, wenn sie dem Wohle allen Lebens auf dieser Erde dient.

Es braucht nur Mut zu den richtigen Weichenstellungen in der Politik, der Industrie, der Gesellschaft, also von uns allen.

Es geht um nicht weniger als um die Bewahrung der Schöpfung und die Fülle an Leben!

Daniela Büscher-Bruch
Pfarrerin, Evangelische Kirchengemeinde Tönis

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