17 Ehrenamtliche verstärken die ökumenische Notfallseelsorge
Die ökumenische Notfallseelsorge in Krefeld und Viersen hat Verstärkung erhalten: In einem feierlichen Gottesdienst in der Friedenskirche Krefeld wurden 17 neue ehrenamtliche Notfallseelsorgende offiziell in ihren Dienst eingeführt. Superintendentin Dr. Barbara Schwahn und der katholische Regionalvikar Dr. Thorsten Obst übernahmen gemeinsam die Beauftragung der sechs neuen Ehrenamtlichen für Krefeld und elf für Viersen.
Den neuen Notfallseelsorgenden liegt eine intensive Ausbildungszeit hinter sich. In rund 120 Unterrichtsstunden sowie mehreren Praktika bereiteten sie sich auf die vielfältigen Anforderungen ihres Ehrenamtes vor. Künftig begleiten sie Menschen in den ersten Stunden nach plötzlich eintretenden Krisen- und Unglückssituationen – dort, wo Worte oft fehlen und menschlicher Beistand besonders wichtig ist.
Die ökumenische Notfallseelsorge kommt immer dann zum Einsatz, wenn Menschen durch schwere Unfälle, plötzliche Todesfälle oder andere außergewöhnliche Ereignisse aus ihrem Alltag gerissen werden. Die Ehrenamtlichen begleiten Angehörige nach schweren Unglücken, stehen Betroffenen und Augenzeuginnen und Augenzeugen zur Seite oder unterstützen, wenn die Polizei Todesnachrichten überbringen muss. Auch bei größeren Schadenslagen arbeiten sie eng mit Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zusammen und leisten psychosoziale Akuthilfe.
Mit der Einführung der neuen Ehrenamtlichen wird das Team der Notfallseelsorge in Krefeld und Viersen nachhaltig gestärkt. Ihr Engagement trägt dazu bei, dass Menschen in existenziellen Krisensituationen schnell, verlässlich und einfühlsam begleitet werden – unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit.
Ein starkes Zeichen ökumenischer Zusammenarbeit
Die Notfallseelsorge wird in Krefeld und Viersen gemeinsam von der evangelischen und der katholischen Kirche getragen. Sie ist ein wichtiger Baustein der psychosozialen Akuthilfe und lebt vom Engagement qualifizierter Ehrenamtlicher, die ihre Zeit und ihre Fähigkeiten in den Dienst ihrer Mitmenschen stellen.
