Aus aller Herren Länder kommen sie zusammen, aus Syrien, Afghanistan oder aus der Ukraine stammend und jeder spricht eine eigene Sprache. Sie treffen sich in Deutschland, im Begegnungszentrum der Diakonie im „Pappkarton“ in Strümp oder im Gemeindezentrum in Viersen oder an der Anlaufstelle der Bahnhofsmission am Hauptbahnhof Krefeld. Und begegnen dort einheimischen Ehrenamtlichen. Die sprechen deutsch oder englisch oder manchmal auch russisch und wenn das nicht mehr hilft, hilft das Übersetzungsprogramm auf dem Handy. Irgendwie kann man sich austauschen, erfahren, wo man sich registrieren lassen kann oder Hilfe herbekommt, wie man eine Wohnung oder einen Kitaplatz findet, oder wie man mit dem RE nach Düsseldorf kommt. Sogar Deutsch lernen kann man auf diese Art.
Denn es gibt etwas, was alle verbindet, den Geist der Nächstenliebe, des Miteinanders, des Vertrauens, die hier meinen es gut mit mir, ich kann mich auf sie verlassen. So etwas wie einen gemeinschaftlichen Sinn für Empathie, Mitgefühl für Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten mit grausamen Bildern vor Augen und traumatischen Erlebnissen hinter sich. Solidarität mit Opfern von Krieg und Terror von Menschen, die hoffen, dass der Krieg sich nicht ausweitet und auch sie trifft. Dass seine Folgen wie die Inflation und die Energieknappheit sie nicht noch mehr beuteln. Zusammenhalten in der Krise gegen den Aggressor.
Das ist wie Pfingsten heute: Alle werden vom Heiligen Geist erfüllt. Sie beginnen in fremden Sprachen zu reden, ganz so, wie der Geist es ihnen eingibt. Jeder hört die Botschaft, dass Gott es gut mit den Menschen meint, in seiner Sprache und kann sie verstehen und sie umsetzen und gemeinsam danach handeln.
Frohe Pfingsten!
