unter diesem Motto findet im Rahmen der 650-Jahr-Feier in Krefeld auf der Burg Linn (Museumscheune und angrenzende Wiese) am Sonntag, 20. August von 14 bis 18 Uhr ein Interreligiöses Sommerfest statt.
Jüdische, christliche und muslimische Gemeinden laden die Menschen in Krefeld zum gemeinsamen Feiern ein. „Es ist ein Fest von Krefeldern für Krefelder“, betont Natalia Wagner, Eventmanagerin der Jüdischen Gemeinde. Vorbereitet und geplant hat das Fest ein Team aus der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Krefeld und Meerbusch, der Jüdischen Gemeinde Krefeld und der Union der Türkischen und Islamischen Vereine in Krefeld und Umgebung. „In der Vorbereitung haben wir festgestellt, trotz Unterschiedlichkeiten kommen wir auf einen gemeinsamen Nenner“, freut sich Emine Akgül, stellvertretende Vorsitzende der Union.

Ein gemeinsames Sommerfest, bei dem jede Religion sich vorstellt, auf der Bühne etwas präsentiert aus ihrer Kultur und Tradition. Zu hören sein werden die RheinVoices, ein Klarinettist, der Chor der Jüdischen Gemeinde und der Bläserchor St. Stephan. Zu sehen eine Aufführung einer muslimischen Folkloregruppe, Tanz einer Gruppe der Jüdischen Gemeinde, zudem eine Krav-Maga-Übung.
Was ist der Unterschied zwischen Koscher und Halal? Kann man das schmecken? Das können die Besucherinnen und Besucher des Festes selbst feststellen. Separiert werden koschere und halal Speisen angeboten, zudem ein Kuchenbuffet. Warum es überhaupt Essensvorschriften gibt, welchen theologischen Hintergrund diese haben – diese Fragen und noch mehr werden Rabbiner, Pfarrerin und Imam in einer Talkrunde auf der Bühne beantworten.
Mit dem Sommerfest zeigen die drei abrahamitischen Religionen der Stadtgesellschaft ihr Miteinander. „Wir sind stolz, dass wir das öffentlich an der Burg Linn machen können“, sagt Superintendentin Dr. Barbara Schwahn, Vorsitzende der ACK. „Krefeld hat eine Tradition der Toleranz. Das prägt die Stadt.“ Das interreligiöse Sommerfest bietet allen die Möglichkeit, die drei Religionen kennenzulernen – im Sehen, Hören und Schmecken, und im Gespräch und Austausch miteinander. Auch für Kinder gibt es Angebote, über die auch sie die verschiedenen Religionen kennenlernen können.
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