Krieg in der Ukraine:
Die Evangelische Bewegungskindertagesstätte Löwenzahn in Lobberich will ein Zeichen setzen, abgelöst von politischen Diskussionen und Vorwürfen.
„Kriege gab es schon immer und es vergeht kein Tag, bei dem sich nicht irgendwo auf der Welt Menschen aus unterschiedlichen Beweggründen bekämpfen“, sagt Katharina Bücker, Leiterin der Einrichtung. „Dennoch haben uns die Bilder aus der Ukraine alle besonders hart getroffen. Schockiert folgen wir den Berichten der Medien. Gefühle wie Wut, Fassungslosigkeit, Trauer, Angst und Hilflosigkeit kommen auf. Zusammen haben wir überlegt, wie wir damit umgehen sollen. Wir wollten, abgelöst von politischen Diskussionen und Vorwürfen ein Zeichen setzen.“
Die Einrichtung sei schon immer ein Ort gewesen, an dem Menschen mit vielfältigen kulturellen und religiösen Hintergründen zusammenkommen. Es sei egal, woher man stamme, an was man glaube, welche Sprache man spreche, wen man liebe, welche Farbe die Haut habe – „wir vertreten die Ansicht, dass jeder Mensch wertvoll ist und ein selbst bestimmtes Leben in Frieden verdient hat.“
Wir sind eine bunte Gemeinschaft, wir sind in so vielen Dingen unterschiedlich, aber uns alle vereint der Wunsch, dass unsere Kinder glücklich in Frieden und Sicherheit aufwachsen und sich frei und behütet entwickeln können.
„Wir sind alle Kinder dieser Erde“ steht nun an dem Fenster der KiTa. Eine Kette aus bunten Händen, die die Kinder, ihre Familien und das Kitapersonal gebastelt haben geht um die Fenster der ganzen Einrichtung. Sie soll allen Hoffnung schenken und zeigen, dass wir zusammenhalten und uns unterstützen.
Von den Eltern erfahren die Erzieher*innen zurzeit eine enorme Hilfsbereitschaft. Aus einem kurzfristigen Sammelaufruf für Decken und Schlafsäcke wurde schnell eine riesige Spendenwelle. Es genügt eine kurze Info an die Eltern, was gerade für die ankommenden Menschen benötigt wird und bereits am nächsten Tag stapeln sich die Kisten und Tüten mit Hilfsgütern.
„Wir sind überwältigt von der Solidarität und beten dafür, dass die menschenverachtenden Zustände bald enden“, so Bücker. „Nicht nur für die Menschen in der Ukraine und deren Angehörigen, sondern auch für die Menschen in Russland, die größtenteils ebenfalls Opfer dieses Krieges werden. Wir beten für Frieden, für Europa und alle Menschen dieser Welt.“
