Pressemitteilung

Krefelder Ehrenamtspreis für Ute Stettien

  • 04.09.2025

Eine Heldin der Kinder- und Jugendarbeit in Krefeld

Die Stadt Krefeld hat Ute Stettien mit dem Ehrenamtspreis „Miteinander füreinander“ ausgezeichnet. Die 85-Jährige engagiert sich seit mehr als sechs Jahrzehnten in Kirche, Schule und Stadtteil – vor allem für Kinder und Jugendliche. Diese Ehrung ist ein wichtiges Zeichen der Anerkennung für ein Lebenswerk, das christliche Werte wie Nächstenliebe, Offenheit und Toleranz auf beeindruckende Weise verkörpert.

Mehr als 60 Jahre Engagement für Kinder in Krefeld

Kinder sind die Konstante im Leben von Ute Stettien. Über 40 Jahre lang arbeitete sie als Lehrerin, mehr als 30 Jahre davon als Schulleiterin der Schule an Haus Rath in Gartenstadt. Doch auch nach ihrer Pensionierung blieb sie ihrer Berufung treu: Kinder und Jugendliche zu begleiten, zu fördern und ihnen Räume zu eröffnen, in denen sie sich entfalten können.

In der Evangelischen Kirchengemeinde Krefeld Nord und insbesondere im Ökumenischen Zentrum Pius-Lukas in Krefeld ist sie bis heute unermüdlich im Einsatz. Sie gründete und leitet die Kinderbücherei im Gemeinsamen Haus, organisiert Bastel- und Vorlesenachmittage, Seelsorgetage für Kinder und kreative Projekttage. Sie wirkt bei Krippenspielen mit, engagiert sich bei den Sternsinger-Aktionen und begleitet Konfirmandinnen und Konfirmanden.

Die Jury des Ehrenamtspreises würdigte ihr Engagement mit den Worten: „Durch ihre Angebote schafft sie geschützte Räume, in denen Kinder sich angenommen fühlen, wachsen dürfen und wichtige Werte vermittelt bekommen.“

Vielfältiges Engagement weit über die Gemeinde hinaus

Ute Stettien beschränkt ihr Engagement nicht auf die Arbeit mit Kindern. Sie ist auch in der Seniorenarbeit aktiv, organisiert kulturelle Führungen, beteiligt sich an der Redaktion des Gemeindeblatts und bringt sich in ökumenische Projekte ein. Besonders wichtig ist ihr die Gedenkstättenarbeit: Regelmäßig begleitet sie Gruppen durch die Villa Merländer und vermittelt jungen Menschen, welche Verantwortung aus der Geschichte erwächst.

Darüber hinaus setzt sie sich in Projekten für Geflüchtete ein, bietet Deutschkurse an, unterstützt Hilfsaktionen und arbeitet mit dem Bürgerverein Gartenstadt zusammen. Sogar ein Baumlehrpfad mit rund 30 verschiedenen Bäumen in Krefeld geht auf ihre Initiative zurück.

Eine verdiente Auszeichnung für ein Lebenswerk

„Offenheit, Toleranz, Nächstenliebe im besten christlichen Sinne waren beruflich wie im Ehrenamt die festen Grundpfeiler Ihres Handelns. Unsere Stadtgesellschaft kann nur funktionieren, wenn es Menschen wie Sie gibt“, betonte Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer in seiner Laudatio. Auch Christoph Tebbe, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Krefeld-Nord, würdigte sie bereits als „Gottesgeschenk für diese Gemeinde“.

Die Geehrte selbst bleibt trotz aller Anerkennung bescheiden. Sie betont immer wieder, dass sie ihr Engagement nicht allein trägt, sondern dass Ehrenamt nur gemeinsam funktioniert. Das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro möchte sie größtenteils an Organisationen spenden, die ihr besonders am Herzen liegen.

Ute Stettien ist ein Vorbild dafür, wie Ehrenamt das Gemeinwesen bereichert und wie christliche Nächstenliebe im Alltag Gestalt annimmt. Ihr jahrzehntelanges Wirken zeigt eindrücklich: Ehrenamt in Krefeld lebt von Menschen, die mit Leidenschaft, Glauben und Tatkraft ihre Mitmenschen unterstützen.

  • Ramona Kullick