Pressemitteilung

Herbstsynode 2025: Glauben gemeinsam gestalten

  • 17.11.2025

Mutmacher für den Zukunftsprozess 2035 im Kirchenkreis Krefeld-Viersen

Krefeld/Viersen. Unter dem Leitwort „Glauben gemeinsam gestalten.“ hat die Herbstsynode 2025des Evangelischen Kirchenkreises Krefeld-Viersen wichtige Weichen für den Zukunftsprozess 2035 gestellt. Superintendentin Dr. Barbara Schwahn machte in ihrem Jahresbericht deutlich, wie zentral der Glaube als Kraftquelle in Zeiten großer Veränderungen bleibt – und wie Gemeinden im gesamten Kirchenkreis von Nettetal bis Meerbusch diesen Wandel aktiv gestalten können.

Glaube erfahrbar machen: Orientierung für den Zukunftsprozess 2035

Im Mittelpunkt des Berichts stand die Frage, wie Gemeinden ihren Glauben nach außen tragen und welche Angebote Menschen heute wirklich brauchen. Schwahn betonte, dass genau diese Fragen darüber entscheiden, wie personelle und finanzielle Ressourcen in Zukunft eingesetzt werden. Nur wenn Gefühle, Sorgen und Erwartungen der Menschen ernst genommen werden, können Gemeinden gute und tragfähige Entscheidungen treffen – etwa bei der Zukunft von Gebäuden, Pfarrstellen oder regionalen Kooperationen.

Zusammenarbeit stärken und Freiräume schaffen

Der Kirchenkreis setzt verstärkt auf gemeinsames Handeln: gemeinsame Konfirmandenfreizeiten, Sommerkirchen an besonderen Orten oder Aktionen wie „Einfach heiraten“ in Krefeld zeigen, wie Glauben sichtbar wird und Menschen erreicht.
Damit Gemeinden mehr Freiräume für ihre Kernaufgaben erhalten, plant der Kirchenkreis u. a. Personalpools für Kirchenmusik, Jugendarbeit und Seniorenarbeit. Die entsprechenden Konzepte sollen zur Frühjahrssynode 2026 vorliegen.

Haushalt 2026: Stabilität ohne Einschnitte in der inhaltlichen Arbeit

Ein weiterer Schwerpunkt der Herbstsynode war der Haushalt 2026. Trotz notwendiger Einsparungen kann der Kirchenkreis seine inhaltliche Arbeit vollständig fortführen. Strukturelle Anpassungen und natürliche Personalveränderungen – etwa durch Verrentungen – schaffen den Spielraum, der für die Zukunft benötigt wird.

Inspiration von außen: Impulse aus anderen Landeskirchen

Bereits am Vorabend gab Dr. Steffen Bauer (Ehrenamtsakademie der EKHN i.R.) wertvolle Einblicke, wie Veränderungsprozesse in anderen Landeskirchen erfolgreich umgesetzt werden können. Seine Beispiele zu innovativer Verwaltung, Ehrenamtsstrukturen und Gemeindearbeit gaben den Synodalen wichtigen Rückenwind für den eigenen Zukunftsprozess im Kirchenkreis Krefeld-Viersen.

Wichtige Personalentscheidungen

Die Synode wählte außerdem mehrere Personen in zentrale Leitungsämter:

  • Anika Böttger (KSV) und Jonas Siebenkotten (Krefeld-Süd) vertreten den Kirchenkreis künftig als Delegierte auf der Landessynode.

  • Petra Vahrenhorst (Berufsschulpfarrerin Dülken) wurde zur neuen Skriba gewählt und folgt damit auf Pfarrer Hartmut Pleines.

  • Christian Röhling (Krefeld-Ost) wird neuer 1. Stellvertreter der Skriba.

  • Laura Bowinkelmann (Pauluskirchengemeinde Krefeld) übernimmt das Amt der 2. Stellvertreterin.

Der Kirchenkreis Krefeld-Viersen – eine Region im Wandel

Der Evangelische Kirchenkreis Krefeld-Viersen umfasst 21 Gemeinden von Nettetal über Kempen und Viersen bis Krefeld und Meerbusch. Ab dem 1.01.2026 werden es durch die Fusion der Gemeinden Alt-Krefeld, Friedenskirche und Pauluskirche zu einer Stadtkirchengemeinde insgesamt noch 20 Gemeinden sein. Die Kreissynode – bestehend aus 114 stimmberechtigten Mitgliedern – leitet den Kirchenkreis und tagt zweimal im Jahr. Wenn sie nicht versammelt ist, übernimmt der Kreissynodalvorstand unter Leitung der Superintendentin die Führung. Die zentrale Verwaltung befindet sich in Krefeld.

Was ist eine Skriba?

Eine Skriba ist ein gewähltes Leitungsamt im Kirchenkreis, das als Stellvertretung des Assessors und damit als zweite Stellvertretung der Superintendentin fungiert. Zu den Aufgaben gehören u. a. die Protokollführung, die Unterstützung der Superintendentin sowie die Mitarbeit im Kreissynodalvorstand. Das Amt ist an eine Pfarrstelle gekoppelt.

Links zu den aktuellen Presseberichten

Rheinische Post 17.11.2025
Westdeutsche Zeitung 17.11.2025

Instagram-Video mit Kurzinterviews Petra Vahrenhorst und Christian Röhling

  • Ramona Kullick